Wie – was – basteln?! Ich dachte, wir lassen ganz feudal drucken!
Nun, das dachte ich auch. Da aber das Leben und ganz besonders die (Druck-)Technik und das Internet bisweilen komplizierter sein können, als man gemeinhin denkt, ersannen wir einen neuen Plan: Wir machen uns die Shirts mit Hilfe einer innovativen, aber bereits erprobten Methode einfach selbst. Und damit der Rest der Welt nicht verzweifeln muss, wenn mal bei spreadshirt, shirtcity, shirtinator etc. wieder nichts so klappt, wie man es gerne hätte, hier eine kleine, aber ausgereifte Bastelanleitung für richtig tolle, selbstgestaltete T-Shirts.
Man nehme (in order of appearance):
- ein Motiv, einfarbig
- einen Drucker
- DIN A4 Papier, z.B. 80g/m
- Alleskleber
- 3 x DIN A4 Karton, 160g/m
- eine kleine Schere
- T-Shirt (bewährt haben sich T-Shirts mit hohem Baumwollanteil, also lieber nichts synthetisches)
- Window-Color (Fensterfarbe in Plastikflasche, normalerweise dazu gedacht, wiederabziehbare Fensterbilder zu malen. Bitte beachten, dass die Farbe durchsichtig wird, es sei denn man verwendet Window-Color-Konturenfarbe. Für schwarze Bedruckstoffe eignen sich also eher Window-Colors mit Glitzer.)
- eine Pinzette
Und so gehts:
(1) Das gewünschte Motiv auf normales Papier ausdrucken. Dieses dann mit Alleskleber auf den Karton kleben. Kleber trocknen lassen.
Varianten:
(1a) Wenn der Drucker geeignet ist, kann man das Motiv natürlich auch direkt auf den Karton drucken.
(1b) Wenn der/die Gestalter/in geeignet ist, kann der Karton natürlich auch von Hand bemalt werden.
(1c) Hm… Wenn der/die Gestalter/in sehr geeignet und/oder experimentierfreudig ist, kann er oder sie sich eigentlich den gesamten Schablonen-Kram schenken und das gewünschte Motiv einfach frei von der Leber weg aufs Shirt auftragen. Aber ich greife vor.
(2) Eine Schablone basteln. Hierzu das Motiv mit der kleinen Schere aus dem Karton ausschneiden. Achtung! Hierbei die inneren Überbleibsel aus beispielsweise „d“s oder „e“s gut aufheben! Im Beispiel hier habe ich mich dazu entschieden, das „2007″ sowie die „ä“-Punkte nicht auszuschneiden, da diese Bestandteile zu filigran sind und ich sie daher nicht sauber genug ausschneiden hätte können. Aber kein Problem – das wird später alles von Hand gemalt.

…die „d“-, „e“- und „z“-Überbleibsel gut aufheben
(3) Die restlichen zwei Blatt A4-Karton in das Shirt stecken, damit die Rückseite nicht an der unter Umständen durch den Stoff sickernden Farbe festklebt. Die Schablone auf dem T-Shirt platzieren. Die eben genannten Überbleibsel an den richtigen Stellen anordnen.

An den Nähten kann man sich einigermaßen
orientieren, um zu überprüfen, ob die Schablone
gerade liegt
(4) Die Fensterfarbe gut schütteln und dann vorsichtig entsprechend der Schablone auf dem T-Shirt auftragen. Die Pinzette hilft, die Schablone, die sich womöglich durch das Ausschneiden hier und da ein wenig wölbt, aufs T-Shirt zu drücken und die Überbleibsel beim Ummalen an Ort und Stelle zu fixieren.

Nicht zu sehr auf die Tube drücken, sonst quillt
die Farbe unter der Schablone auf das Shirt
(5) Sobald alle Flächen ausgemalt sind, sofort die Schablone abziehen und die vorher vernachlässigten „ä“-Punkte etc. auftragen sowie, falls nötig, Unregelmäßigkeiten ausbessern. Zu beachten ist, dass bei mehrmaligem Benutzen ein und derselben Schablone diese nach und nach „zuschmiert“: Die Farbe trocknet an der Schablone, die freien Bereiche werden ein bisschen kleiner. Auch hier muss man eventuell nach Abziehen der Folie noch nacharbeiten und den einen oder anderen Strich noch verstärken.

Anfangs ist die aufgetragene Farbe noch milchig…
(6) Nun muss das T-Shirt noch mindestens 24 Stunden (je nach der Dicke des Auftrags) trocknen, während der sich die milchigen Bestandteile verflüchtigen und schon ist es fertig, tragbar und wunderschön!

…nach und nach aber tritt die eigentliche Farbe
immer klarer hervor
Pflegehinweise:
Waschen bei 30° ist kein Problem, aber auf das Bügeln lieber verzichten. Das T-Shirt möglichst nicht im Bereich des Motivs knicken – aufpassen beim Falten! -, die bemalten Flächen können sonst brechen.
Tattaaaaaa! Ich bin stolz, vermelden zu dürfen, dass gestern der erste Mädelzstammtisch stattfand, bei dem alle (Kern-)Mädelz vollständig anwesend waren! Weiter so!
Normalerweise würde ich jetzt aufschreiben, zu welchen Ergebnissen wir bei der gestrigen Zusammenkunft gekommen sind, aber da uns der erste Vorstand aus zweifelhaften sowie für den Rest der versammelten Mitglieder nicht nachvollziehbaren Gründen allzu früh im Stich gelassen hat, konnten wir keine Beschlüsse mehr fassen. Daher wurden die relevanten Entscheidungen auf den kommenden Mädelzstammtisch verschoben. Nur soviel an dieser Stelle:
(1) Julia kommt nun doch (möglicherweise? wahrscheinlich? sicher?) nach Schweden mit. Weitere Planung folgt.
(2) Das Mädelzlogo wird nicht relaunched, sondern so behalten, wie es ist. Wir ziehen nicht den Schwanz ein! Wir protestieren!!!
(3) Unsere Kommunikationsstile wurden analysiert. Wer dem aggressiv-entwertenden und dem mitteilungsfreudigen-dramatisierenden Stil zuzuordnen ist, war offensichtlich und bedurfte keiner größeren Diskussion, doch was nun mit den drei Restmädelz und den möglichen Stilen „bedürftig-abhängig“, „helfend“, „selbstlos“, „sich beweisend“, „bestimmend-kontrollierend“ und „sich distanzierend“?
(4) Das Geeignetste, was uns aus den meisten unserer Nöte (Hausbau, Schulden, Krankenkassenbeiträge) retten kann, ist ein saftiger Lottogewinn. Vielleicht sollten wir eine Lottogemeinschaft gründen? Hm, aber was das kostet…
Hab ich was vergessen?
Liebe Grüße,
Dani
Liebe Mitmädelz,
aufgrund der frechen Nachahmung unseres Mädelz-“M“s von einer zweifelhaften Zeitschrift unseriösen Inhalts habe ich mich nach langen Jahren des Haderns dazu durchgerungen, einen Relaunch unseres Logos durchzuführen – Eure Zustimmung vorausgesetzt. Auch mir tut es um unser „M“ leid, aber die stetige Assoziation mit dem oben genannten Magazin vergällt mir die Arbeit mit dem derzeitigen Logo und mindert die Kreativität in Bezug auf entsprechende Tätigkeiten.
Um eine für uns alle zufriedenstellende Lösung erarbeiten zu können, baue ich auf Eure Vorschläge bzw. konstruktive Kritik der früher oder später von mir vorgelegten Entwürfe.
Liebe Grüße,
Dani

