Liebe Mitmädelz,
das Leben ist kein Ponyhof und auch kein Piquenique nicht – und da wir nun nicht jünger werden, wie die liebe Julia sehr richtig anlässlich ihres 27. Geburtstages festgestellt hat, wird es Zeit, dass wir zu den für den Stammtisch anberaumten Gelegenheiten nicht mehr nur den Vergnügungen frönen, sondern uns engagiert und konstruktiv unserer Zukunft widmen.
Bei der Durchsicht des ihr von mir zur Verfügung gestellten Singer Nähbuchs aus dem Jahre 1956 ist der Anna nämlich aufgefallen, dass wir zum Führen eines Haushalts im traditionellen Sinne und den damit verbundenen Pflichten bei weitem nicht über die nötigen Kenntnisse verfügen. Denn immerhin sollte auch uns nicht „eine der beglückendsten Tätigkeiten im tägliche Leben der Frau“* vorenthalten werden, auch wenn unsere Schulen versäumt haben, uns darin adäquat auszubilden.
Aber wofür gibt es unseren illustren Kreis? So müssen wir eben das ausgleichen, was Schule und Staat versäumt haben und das bislang individuell autodidaktisch erworbene Wissen an unsere Mitmädelz weitergeben. Dafür bietet sich der neu eingeführte zweite Mädelstammtisch des Monats regelrecht an.
Natürlich sollen diese Treffen nicht auf das Nähen beschränkt werden – nein, es gilt, alle interessanten und nützlichen Kenntnisse, die eine von uns erworben hat, auch den anderen zuteil werden zu lassen. Im Bereich Handarbeit konnte ich beispielsweise in Erfahrung bringen, dass die Ringel häkeln und die Julia stricken kann. Die Anna möchte gerne traditionelle Muster sticken. Und ich persönlich würde mich gern der Kreation eines Pappmaché-Ferkels hingeben. Desweiteren können auch weniger praktische, aber ebenso lehrreiche Vorträge die Abende füllen, z.B. über Themen, die Ihr im Rahmen Eures Studiums erlernt habt und für besonders wertvoll und interessant haltet, so dass Ihr den inniglichen Wunsch hegt, sie mit den Mitmädelz zu teilen und eventuell auch in der Diskussion mit denselben neue Erkenntnisse zu erlangen.
Ihr seht also – Potential und Wille sind gegeben – nun ist es an uns, uns an die Planung dieser Aktivitäten zu machen.
Dafür wäre es zu allererst sinnvoll, im Detail einerseits festzustellen, wer welche Fähigkeiten besitzt und dieses Wissen weitergeben möchte, und andererseits was eine jede von uns gerne erlernen möchte.
Außerdem muss der äußere Rahmen festgelegt werden. Da das Pasta&Basta vermutlich nicht so beglückt wäre, wenn wir mit Kaninchendraht, Zeitungsschnipseln und Kleister dort einfallen, um Paarhufer zu modellieren, sollten wir, entsprechend den Themen und den jeweiligen räumlichen Gegebenheiten, auch bzw. gerade diese Ereignisse bei uns zu Hause veranstalten und, ähnlich wie bei den „anderen“, sprich jeweils ersten Stammtischen des Monats, als Gastgeberinnen durchwechseln.
Nun hoffe ich auf Eure Resonanz und Ideen, so dass wir unser Vorhaben bald mit Freude und Tatkraft in die Realität umsetzen können.
Liebe Grüße,
die Dani
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* Zitat „Singer Nähbuch“, in diesem Falle bezogen auf das Schneidern, „wenn es gekonnt und mit Sicherheit ausgeführt wird, um die Erfüllung der häuslichen Wünsche durch die Arbeit Ihrer eigenen Hände zu ermöglichen“
Das haben wir wirklich gut hingekriegt! Leider wird das Bild ein bisschen abgeschnitten und ich hab grad keinen Bock, die Größe zu verändern und es nochmal hochzuladen. Die gute Nachricht: Wenn Ihr auf das Bild klickt, könnt Ihr das gesamte Bild mit ALLEN Sushitellern bei flickr.com ansehen.
Ligrü,
Dani
Ein weiteres Mädelz-Event wartet auf seine Begehung: die bereits in Göteborg angedachte Sushi-Action (ich darf an die überaus amüsante Situation mit den zwei verwirrten Asiaten im Göteborger Hostel erinnern).
Habt Ihr Lust?
wo?
Hier bei uns, Oberföhring
was?
Traditionsgemäß mach ich nur folgende Sushi-Sorten:
- vegetarisch, sprich mit Gurke, Avocado, Möhrchen
- Sushi mit Teriaki-Chicken
- Sushi mit (gekochten) Shrimps.
Wer rohen Fisch möchte, soll diesen bitte mitbringen (drauf achten, dass er Sushi-Qualität hat).
wer?
Mädelz, gerne auch mit Anhang. Wenn Ihr die Julia seht oder hört, sagt ihr bitte auch bescheid, sie liest hier nie – allerdings mag sie auch kein Sushi, wenn ich mich recht entsinne. Falls zwei von Euch früher kommen und mitrollen wollen (praktischerweise die mit dem rohen Fisch), dann wär das sehr nett, mehr Leute kann ich allerdings in der Küche nicht unterbringen.
was mitbringen?
Ich kümmer mich um die Sushi-Zutaten – Noriblätter, Reis, Essig, Wasabi, Sojasauce, sonstige Zutaten für oben genannte Röllchen – (abgesehen vom vielzitierten rohen Fisch und Ingwer). Wär gut, wenn Ihr die Getränke, die ihr wollt, mitbringen könntet.
wann?
Gute Frage, müssen wir abstimmen, ich werf mal folgende Termine (alles Samstage) in die Runde: 3., 17. oder 24. November
Was meint Ihr?
Liebe Grüße,
Dani
Wie – was – basteln?! Ich dachte, wir lassen ganz feudal drucken!
Nun, das dachte ich auch. Da aber das Leben und ganz besonders die (Druck-)Technik und das Internet bisweilen komplizierter sein können, als man gemeinhin denkt, ersannen wir einen neuen Plan: Wir machen uns die Shirts mit Hilfe einer innovativen, aber bereits erprobten Methode einfach selbst. Und damit der Rest der Welt nicht verzweifeln muss, wenn mal bei spreadshirt, shirtcity, shirtinator etc. wieder nichts so klappt, wie man es gerne hätte, hier eine kleine, aber ausgereifte Bastelanleitung für richtig tolle, selbstgestaltete T-Shirts.
Man nehme (in order of appearance):
- ein Motiv, einfarbig
- einen Drucker
- DIN A4 Papier, z.B. 80g/m
- Alleskleber
- 3 x DIN A4 Karton, 160g/m
- eine kleine Schere
- T-Shirt (bewährt haben sich T-Shirts mit hohem Baumwollanteil, also lieber nichts synthetisches)
- Window-Color (Fensterfarbe in Plastikflasche, normalerweise dazu gedacht, wiederabziehbare Fensterbilder zu malen. Bitte beachten, dass die Farbe durchsichtig wird, es sei denn man verwendet Window-Color-Konturenfarbe. Für schwarze Bedruckstoffe eignen sich also eher Window-Colors mit Glitzer.)
- eine Pinzette
Und so gehts:
(1) Das gewünschte Motiv auf normales Papier ausdrucken. Dieses dann mit Alleskleber auf den Karton kleben. Kleber trocknen lassen.
Varianten:
(1a) Wenn der Drucker geeignet ist, kann man das Motiv natürlich auch direkt auf den Karton drucken.
(1b) Wenn der/die Gestalter/in geeignet ist, kann der Karton natürlich auch von Hand bemalt werden.
(1c) Hm… Wenn der/die Gestalter/in sehr geeignet und/oder experimentierfreudig ist, kann er oder sie sich eigentlich den gesamten Schablonen-Kram schenken und das gewünschte Motiv einfach frei von der Leber weg aufs Shirt auftragen. Aber ich greife vor.
(2) Eine Schablone basteln. Hierzu das Motiv mit der kleinen Schere aus dem Karton ausschneiden. Achtung! Hierbei die inneren Überbleibsel aus beispielsweise „d“s oder „e“s gut aufheben! Im Beispiel hier habe ich mich dazu entschieden, das „2007″ sowie die „ä“-Punkte nicht auszuschneiden, da diese Bestandteile zu filigran sind und ich sie daher nicht sauber genug ausschneiden hätte können. Aber kein Problem – das wird später alles von Hand gemalt.

…die „d“-, „e“- und „z“-Überbleibsel gut aufheben
(3) Die restlichen zwei Blatt A4-Karton in das Shirt stecken, damit die Rückseite nicht an der unter Umständen durch den Stoff sickernden Farbe festklebt. Die Schablone auf dem T-Shirt platzieren. Die eben genannten Überbleibsel an den richtigen Stellen anordnen.

An den Nähten kann man sich einigermaßen
orientieren, um zu überprüfen, ob die Schablone
gerade liegt
(4) Die Fensterfarbe gut schütteln und dann vorsichtig entsprechend der Schablone auf dem T-Shirt auftragen. Die Pinzette hilft, die Schablone, die sich womöglich durch das Ausschneiden hier und da ein wenig wölbt, aufs T-Shirt zu drücken und die Überbleibsel beim Ummalen an Ort und Stelle zu fixieren.

Nicht zu sehr auf die Tube drücken, sonst quillt
die Farbe unter der Schablone auf das Shirt
(5) Sobald alle Flächen ausgemalt sind, sofort die Schablone abziehen und die vorher vernachlässigten „ä“-Punkte etc. auftragen sowie, falls nötig, Unregelmäßigkeiten ausbessern. Zu beachten ist, dass bei mehrmaligem Benutzen ein und derselben Schablone diese nach und nach „zuschmiert“: Die Farbe trocknet an der Schablone, die freien Bereiche werden ein bisschen kleiner. Auch hier muss man eventuell nach Abziehen der Folie noch nacharbeiten und den einen oder anderen Strich noch verstärken.

Anfangs ist die aufgetragene Farbe noch milchig…
(6) Nun muss das T-Shirt noch mindestens 24 Stunden (je nach der Dicke des Auftrags) trocknen, während der sich die milchigen Bestandteile verflüchtigen und schon ist es fertig, tragbar und wunderschön!

…nach und nach aber tritt die eigentliche Farbe
immer klarer hervor
Pflegehinweise:
Waschen bei 30° ist kein Problem, aber auf das Bügeln lieber verzichten. Das T-Shirt möglichst nicht im Bereich des Motivs knicken – aufpassen beim Falten! -, die bemalten Flächen können sonst brechen.


